Von Braut zu Braut

Den Tag aller Tage so richtig zu geniessen kann schwer werden, wenn man an 5000 Dinge gleichzeitig denken muss. Warum man selbst die Gelassenheit nicht dem Zufall überlassen sollte! 

Ich selbst bin einer dieser Frauen, die mit 4 Jahren schon wusste, wie ihr Brautkleid aussehen sollte und bevor überhaupt der erste Kuss geküsst war, das passende Lied für das Kuchen anschneiden im Kopf hatte. Viele sagen, heiraten sei kitschig, altmodisch oder gar unnötig – ich gehöre nicht dazu! Und das nicht weil ich jetzt 1000 Gründe aufzählen könnte, wieso es schön ist ein Brautkleid zu tragen, sondern einfach weil ich immer fasziniert war von der Liebe. Und was für ein Fan wäre ich, wenn ich mir die einzige riesige Fete dafür entgehen lassen würde.

Natürlich braucht man kein rauschendes Fest, keine feierlichen Einladungen oder hunderte hell funkelnde Luftballons, die im Sternenhimmel verschwinden, um demjenigen, den man liebt zu versprechen, es für immer und ewig zu tun. Das wusste ich auch als ich meinen Mann kennengelernt habe. Wir brauchten das Fest absolut nicht, aber wir wollten es.

Als der Tag der Tage dann immer näher rückte, stieg die Aufregung. Vor mir lag eine Liste mit Dingen die es noch zu erledigen galt, eine Liste mit Dingen, die am Tag selbst nicht vergessen werden sollten und ein langer Ablaufplan meines lang ersehnten Hochzeitstages.

Und nach 2 Jahren Vorbereitung und 25 Jahren Vorfreude packte ich alles zusammen verteilte es an meine wunderbaren Brautjungfern und die beste Trauzeugin überhaupt und beendete alle meine Pläne 2 Tage vor der Hochzeit. Mit der Bitte mir nicht zu erzählen wenn was schief lief, der Musiker nicht auftauchen sollte oder die Stühle nicht geliefert wurden.

Am Tag selbst kümmerte ich mich um rein gar nichts. Ich schaute nicht auf Uhr, ließ mein Handy zuhause liegen und nahm alles was schief lief mit Humor.

Heute liest man hunderte to-do Listen, für mich war wohl der wichtigste Punkt auf meiner Liste, genau diese einfach abzugeben.

Hier meine Tipps, für die unersetzliche Gelassenheit:

  • Handy zuhause lassen oder der Trauzeugin geben
  • Alle Listen und Ablaufpläne den Helfern überlassen
  • Alle Nummern von Fotografen über DJ`s und Locations, den Helfern geben
  • Bei Fragen von Gästen oder Dienstleistern, an Helfer verweisen
  • Nicht auf die Uhr schauen, lass Deinen Helfern die Führung übernehmen, sie sollen dir sagen wann du wo zu sein hast.
  • Nicht vergessen, dass die emotionalsten Momente meistens aus Spontaneität raus entstehen
  • Das etwas schief läuft fest erwarten, dann ist man nicht überrascht
  • Lachen!
  • Bloß nicht strikt am Ablaufplan festhalten
  • Perfektion killt die Stimmung
  • Nichts ist schlimmer als Streit! Die Gäste merken nicht, das die Torte eigentlich größer hätte sein sollen, schlechte Stimmung dagegen schon.
  • Freude ist nicht planbar, aber immer spürbar! Also umso mehr Freude du hast, umso mehr Freude werden auch deine Gäste haben.
  • Nicht vergessen, um was es wirklich geht – nämlich um Euch Zwei!

An was willst du dich zurückerinnern, wenn du alt bist: an den perfekten Zeitplan, die gelungene Organisation des Buffets oder an das ausgelassene mit gegröle deiner Freunde zu dem Backstreetboysong und dem schönsten aller Versprecher deines Ehemanns bei dem Ja-Wort?

Bild: Inga Amshoff Photography 

Kategorie: Allgemein
Tags: Braut Gelassenheit Heiraten Must-have Tipps To-do

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